Ein Jahr Fernsehen machen im FSJ Kultur

Die Jugendlichen starten nun in ein gut vorbereitetes Arbeitsumfeld. Bei einem Intensivtraining lernte auch Stephanie die Grundlagen der Kamera- und Schnitt-Technik kennen, und das nicht nur in der Theorie. Die vielen kleinen Lädchen und die Geschichten der Ladenbesitzer in der Mainzer Gaustraße wurden für die neuen Freiwilligen zum Drehort. In Produktionsgruppen werden praxisnah und unter fachmännischer Anleitung Sendebeiträge produziert.

Nach sorgfältiger Einarbeitung können sich die Freiwilligen dann verantwortungsvoll in Projekte einbringen und eigenständige Tätigkeitsbereiche übernehmen.

Die lokalen Fernsehsender in Rheinland-Pfalz, die Offenen Kanäle (OK-TV), stellen Bürgerjournalisten nicht nur Ausrüstung und Sendeplätze zur Verfügung, die OK-TV-Standorte sorgen auch für eine fachmännische Ausbildung. In Kooperation mit den MKN haben die jungen Freiwilligen die Gelegenheit, eigene Filmbeiträge zu drehen und unter Anleitung Bild- und Tonaufzeichnungen zu bearbeiten sowie bei Live-Übertragungen Bild- und Tonmischungen vorzunehmen. Dort gewinnen sie neben organisatorischen Kenntnissen auch einen Überblick über medienpädagogische Arbeitsbereiche. MKN kooperieren auf lokaler und regionaler Ebene mit verschiedenen Bildungsinstitutionen, um die Medienkompetenz von Kindern, Jugendlichen, Schülerinnen und Schülern, pädagogischen Fachkräften, Seniorinnen und Senioren, Eltern oder allgemein Medieninteressierten zu stärken.

Seit acht Jahren bietet die Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz einer Vielzahl von Jugendlichen an, ein Freiwilliges Soziales Jahr an den OK-TV und MKN-Standorten zu absolvieren. Ein Einblick in die Medienwelt, der Erfolg verspricht: So konnte letztes Jahr eine Freiwillige aus Trier gleich zwischen zwei Angeboten für eine Ausbildungsstelle wählen, sowohl vom Norddeutschen Rundfunk als auch vom Bayerischen Rundfunk.